Teil 1:

Wie alles anfing, wer sie ist und wie sie arbeitet

Wie alles anfing …

Es geschah am 20. Oktober 2001. Bei einer Internetrecherche in der Zeitungssuchmaschine www.paperball.de stieß ich eher zufällig auf eine Meldung, die mich sofort elektrisierte. Alles steht in den Sternen oder der Hand [2] war der Artikel überschrieben und er beschäftigte sich mit einer Frau, die von sich behauptet, in die Zukunft sehen zu können: die Industrie- und Wirtschaftsastrologin [5], Chiromantin und anerkannte Zukunftsexpertin[7] Patricia Schwennold.

Dieser erste Artikel beinhaltete einige ziemlich schlimme Zukunftsprognosen, wie zum Beispiel: “Der nächste Kanzler der Bundesrepublik heißt Edmund Stoiber“ [2] oder “Sie sagt gezielt voraus, dass wir einen schweren Anschlag auf die Nato in Brüssel zu erwarten haben, am 15. Januar ist dann der Reichstag in Berlin an der Reihe.“ [2] . Ich speicherte mir den Text damals ab, und schon im Januar 2002 schien sich eine ihrer Prognosen zumindest teilweise zu bestätigen, als nicht Angela Merkel sondern Edmund Stoiber nach dem legendären Weißwurstfrühstück von Wolfratshausen sich zum Kanzlerkandidaten der Union ausrief. Überwältigt von dieser Treffsicherheit begann ich weitere Spuren von Frau Schwennold im Internet und verschiedenen Zeitungsarchiven zu suchen und wurde seither des Öfteren fündig … … aber lesen sie selbst, was ich über diese herausragende Dame herausgefunden habe.

Wer ist Patricia Schwennold?

“Patricia Schwennold, 38 Jahre alt, wurde in MĂĽnchen als Tochter eines Inders und einer Ă–sterreicherin geboren, lebt im Bayrischen Wald, hat dort ein Meditations-Center“.[1] heiĂźt es beispielsweise, oder “Die Vorhersagerin wurde vor 34 Jahren als Tochter eines Inders und einer Ă–sterreicherin geboren, ging mit 15 Lenzen mit ihrem Vater, einem Architekten, fĂĽr drei Jahre nach Indien, lebte ein Jahr lang in einem Internat in einem Buddhistenkloster, wurde in fernöstliche Lebensphilosophie eingewiesen.“[5] oder “Die 35-Jährige bezeichnet sich selber als Handleserin und  Astrologin. Sie ist gläubige Christin, Mutter von drei Kindern und macht ĂĽberhaupt einen sehr soliden Eindruck.“ [9] GroĂźartig! Diese Beschreibung schafft gleich Vertrauen. Eine solide Person, gläubige Christin und dann dieser Lebenslauf: Die Tochter eines Inders! Indien - Land der weisen Gurus und groĂźer Mysterien - und sie hat sogar dort gelebt! In einem buddhistischen Kloster! Und dazu noch in China [13]!!! Mit fernöstlicher Lebensphilosophie angefĂĽllt wie wohl niemand sonst kommt sie aus dem fernen Osten zu uns armen, westlich beschränkten und von Zukunftsangst zerfressenen, Teutonen zurĂĽck um uns den Spiegel unserer eigenen Zukunft vorzuhalten. Danke Frau Schwennold, dass sie zurĂĽckgekommen sind!

Wie arbeitet Patricia Schwennold?

Und was macht die Großartige hier? Sie liest uns aus der Hand und analysiert unsere Sterne - aber nicht einfach so, wie andere hergelaufene Volkshochschulastrologen einfach an Hand eines Blickes in die Ephemeriden und einer 08/15-Deutung nach irgendeiner Astrologieschule - Nein! Sie hat indische, chinesische und arabische Astrologie [3] studiert (!!!!) und hält sich bei ihren Prognosen natürlich dann auch an die westlich-arabische, die indische und die chinesische Astrologie [2]. Sie kombiniert also gleich 3 verschiedene astrologische Schulen und schafft damit ein wahrlich unangreifbares Ergebnis. Heraus kommen “hundertprozentige Aussagen“. Fehlprognosen sind unmöglich; außer, sie hat falsch gerechnet [1]. Und rechen kann sie! Ihr Erfolg an der Börse zeigt das! “Ich selbst habe so aus 100 Mark glatte 490 000 Mark gemacht. Habe mir Technologie-Aktien gekauft, berechnete alles selbst, indem ich Firmenprofile herstellte und dann spekulierte.“[5] Einfach toll finde ich auch, dass sie sich nach diesem Erfolg nicht zurückzieht um den Rest ihres Leben ihren phantastischen Gewinn zu genießen - nein, sie lässt uns weiter teilhaben an ihrem Wissen und deutet unsere Zukunft, wobei sie anlässlich der Euro-Einführung ihren Beratungspreis sogar großzügig senkte: Waren es früher 350 DM [1, 2], so verlangt sie heute nur noch 125 € [4, 6, 8, 9,11] für eine Sitzung.

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© Michael Kunkel im Mai 2003